Tomasz Waszak

Das Zerstreute Kunstwerk und die Zusammenleser

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ISBN:
83-231-1849-3
Rok wydania:
2005
Liczba stron:
385
Nr wydania:
I
Typ okładki:
miękka
Wydawca:
Wydawnictwo Naukowe Uniwersytetu Mikołaja Kopernika

48,00 zł

miękka

Tomasz Waszak

Das Zerstreute Kunstwerk und die Zusammenleser

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Aus der Einführung
Ursprünglich sollte diese Arbeit das zusammengesetzte Kunstwerk heißen. Ihren Gegenstand bilden nämlich Kunstobjekte, vor allem literarischen Charakters, die ich als Kunstwerke höherer Ordnung bezeichnen würde, da sie ein Ergebnis der Zusammenführung von bereits bestehenden Kunstobjekten bzw. deren Teilen sind. Allerdings handelt es sich dabei nicht um einen zielgerichteten Prozess, dessen Ergebnis in abgeschlossener materieller Form vorliegt. Anders als im Falle der Collage, einer Form, der die Bezeichnung ,zusammengesetztes Kunstwerk' am ehesten zukommt, brauchen die Bestandteile der hier in Frage kommenden Gebilde nicht physisch verbunden zu sein. Sie benötigen auch - hier zeichnet sich ihr Unterschied zu Anthologien, Kalendern, Lesebüchern als weiteren Varianten ,zusammengesetzter' (Wort)kunstwerke ab - keine räumliche Repräsentanz ihrer Zusammengehörigkeit. Auch wenn diese nicht völlig ausgeschlossen ist, - ich will mein Forschungsobjekt keinesfalls ins rein Virtuelle verdrängen und die genannten Gattungen aus meinem Blickfeld verschwinden lassen - gilt mein Interesse doch vordergründig der blossen Intention des Rezipienten, ,Werke' miteinander in Verbindung zu bringen. Und zu dieser Intention gehört es, so lautet meine Hypothese, dass die verbundenen Elemente dennoch als separate Einheiten wahrgenommen werden. Neben den schon erwähnten Fällen der materiellen Repräsentanz der Zusammenrührung, die im Lichte des soeben Gesagten Gefahr laufen, zu einem Kunstwerk zu werden, gibt es also, wie ich voraussetze, auch Verbindungen, die unsichtbar sind, weil sich ihre Komponenten räumlich nicht berühren. Sie bleiben im textuellen Universum zerstreut und werden nur durch die Aktivität des Rezipienten, nämlich durch das Zusammenlesen, zu einer ephemeren Ganzheit gefügt. Wenn ich diese Ganzheit als Kunstwerk höherer Ordnung bezeichne, so geht es mir nicht nur um einen höheren Komplexitätsgrad, sondern auch um einen anderen Seinsmodus, bei dem Präsenz und Nicht-Präsenz einander die Waage halten. Deshalb halte ich es für angebrachter, da der Begriff ,Kunstwerk' ohnehin schon Vollendung nahe legt, durch ,zerstreut' dessen dissoziierten Zustand als Pendant zu betonen. Aus demselben Grunde war mir die partielle Neuschöpfung ,Zusammenlesen' willkommen: Neben dem lexikalisch festgelegten Sinn, der auf das Sammeln, also wieder auf einen Akt der Zusammensetzung, verweist, klingt hier die literale Bedeutungsschicht aufwiegend mit, die die bezeichnete Tätigkeit in ihrer Prozessualität belässt und sie gleichzeitig im Bereich der Rezeption platziert.

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